Umweltbewegung in der DDR

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Wir über uns

Dokumentation des Projekts

 
Waldorfschule Potsdam
 
Die Waldorfschule ist eine staatlich anerkannte Schule, die sich auf die Pädagogik Rudolf Steiners begründet. Wie an allen Waldorfschulen beginnt der Schultag mit dem zweistündigen Hauptunterricht. Er behandelt in Epochen über mehrere Wochen hinweg dasselbe Fach. Der anschließende Fachunterricht am Vor- und Nachmittag beinhaltet die handwerklich-künstlerischen Fächer, zwei Fremdsprachen (von der ersten Klasse an), Sport und Religion. In Potsdam gibt es außerdem acht Wochenstunden Projektunterricht in den Klassen 7-12, die alle möglichen Themen vertiefen, sei es Kunst, Musik, Tanz, Fotografie, Gartenarchitektur oder in diesem Fall Geschichte. Eines der letzten Projekte war das Projekt „Widerständige Jugend in der DDR“, das bei dem Victor-Klemperer-Jugendwettbewerb 2007 den 1. Preis gewonnen hat.
 
 
 
Weitere Informationen über unsere Schule können Sie unter http://www.waldorfschule-potsdam.de nachlesen.
 
 
Projektwerkstatt „Lindenstraße 54“
 
Die Projektwerksatt „Lindenstraße 54“ in Potsdam ist eine historisch-politische Bildungseinrichtung in der Gedenkstätte für Opfer politischer Gewalt im 20.Jahrhundert. Die sie leitende Gedenkstättenlehrerin Catrin Eich hat sich zum Ziel gesetzt, Jugendliche im Sinne einer aktiven Demokratieerziehung mit dem Thema politischer Gewalt zu konfrontieren. Dort gibt es kostenlose pädagogische Angebote für Schulklassen. Ebenso werden Lehrer fortgebildet. Mit dem Besuch der Gedenkstätte und Zeitzeugenbegegnungen können die Jugendlichen Geschichte authentisch und vor Ort kennen lernen. Die Arbeit in der Gedenkstätte bildet daher eine sinnvolle Ergänzung zum Geschichts- und Politikunterricht.
 
Weitere Informationen gibt es unter pw-gedenkstaette-potsdam.de.vu/
 
Über uns
 
Wir sind Schülerinnen und Schüler aus der 10. und 11. Klasse der Waldorfschule Potsdam. Unsere Betreuer im DDR-Umwelt-Projekt sind neben unserer Geschichtslehrerin Sibylla Hesse: Dr. Elvira Schmidt, Geschäftsführerin von ARGUS, Catrin Eich, Gedenkstättenlehrerin und Bernd Bachmann, Computerexperte.
 
Das DDR-Umwelt-Projekt entstand durch die Zusammenarbeit von ARGUS und der Projektwerkstatt „Lindenstraße 54“.
Unsere Schule wollte gerne mitwirken, weil wir eine „Schule OHNE Rassismus, Schule MIT Courage“ sind.
 
Die Mitwirkenden des Projekts „Umweltbewegung in der DDR am Beispiel Potsdam“
 
 
Unsere Arbeit
 
Unsere Arbeit war sehr breit gefächert. Zunächst einmal mussten wir die Themen (Wasser, Luft, ARGUS etc., aber auch Planung der Ausstellung und des Internetauftritts) und die Interviewpartner verteilen. Innerhalb von sieben Wochen à vier Stunden und viel Freizeit recherchierten wir, schrieben Texte, führten die Interviews durch und gingen auf Exkursion.
 
Exkursion in die BStU-Außenstelle Potsdam
 
Im Archiv der Außenstelle Potsdam liegen viele Akten der ehemaligen Bezirksverwaltung der Staatsicherheit Potsdam aus dem Zeitraum 1950-1990. Es gibt dort ca. 1,5 Millionen Karteikarten, auf denen Namen, Geburtsdaten, Adressen und weitere Hinweise zu den betreffenden Personen gespeichert sind. Die Karteikarten ermöglichen den Zugriff zu den überwiegend personbezogenen Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes. Mit diesen ca. 4,5 Kilometern Akten arbeitete die Stasi bis zuletzt. Dieses Archivgut dient heute vor allem der historischen Forschung, der politischen Bildung und den Veröffentlichung in Medien und Presse.
 
Dort wurden wir herumgeführt und uns alles gezeigt. Hinterher bearbeiteten wir noch einige unveröffentlichte Daten und veröffentlichte Quellen, die in Bücher und auf Plakaten ausgestellt sind.
 
 
Ein Teil der ca. 4,5 km Akten über die 1,1 Mio.
BewohnerInnen des DDR-Bezirks Potsdam
 
Exkursion in der Projektwerkstatt „Lindenstraße 54“
 
Die zweite Exkursion führte uns in die Gedenkstätte in der Lindenstraße. Während der NS-Diktatur wurde in der Gedenkstätte Gegner und Verfolgte der Nazis inhaftiert, das Erbgesundheitsgericht verurteilte diese zu Zwangssterilisation und Haft. Widerstandskämpfer wurden vom Volksgericht zum Tode verurteilt. Auch wurden hier, nach 1945, Verfolgte des sowjetischen Geheimdienstes eingesperrt und zu langjähriger Haft oder Tod verurteilt.
 
Bis 1989 wurden politische Häftlinge der DDR-Staatssicherheit dort eingeliefert. Seit 1995 ist es möglich, die Gedenkstätte zu besichtigen.
 
 
Unsere Zeitzeugen
 
Matthias Platzeck (dritter von links) mit Interviewpartnern und Kameramann
 
Matthias Platzeck
geb.: 1953
Beruf: Diplomingenieur für biomedizinische Kybernetik, Tätigkeit am Ende der 80er Jahre: Kreishygieneinstitut Potsdam, seit Juni 2002 Ministerpräsident des Landes Brandenburg
 
Carsten Linke
geb.: 1963
Beruf: Ingenieur, Tätigkeit am Ende der 80er Jahre: Ingenieur in der Lastverteilung des Energiekombinates Potsdam, seit 2007 Referent im Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt- und Verbraucherschutz
 
Wolfgang Lambacher
geb.: 1950
Beruf: Diplommeteorologe, Tätigkeit am Ende der 80er Jahre: Mitarbeiter im Meteorologischen Dienst Potsdam, seit 1990 Sachbearbeiter im Bereich Immissionsschutz in der Stadtverwaltung Potsdam
 
Ilona Hönes
geb.: 1960
Beruf: Gartenbauingenieurin, Tätigkeit am Ende der 80er Jahre: Kreishygieneinstitut Potsdam, seit 1995 Arbeitsgruppenleiterin im Bereich Abfall, Altlasten, Boden- und Immissionsschutz der Stadtverwaltung Potsdam
 
 
Lonny Neumann
geb.: 1934
Beruf: Diplompädagogin, Schriftstellerin
 
 
Saskia Hüneke
geb.: 1953
Beruf: Diplomkunstwissen­schaftlerin, seit 1981 Kustodin der Skulpturen­sammlung in Potsdam-Sanssouci, später der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg, ARGUS-Mitglied seit Herbst 1988, Vorstandsmitglied ARGUS e.V. seit Anfang der 90er Jahre
 
Christoph Janecke
geb.: 1945
Beruf: Ingenieur für Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz, Tätigkeit am Ende der 80er Jahre: Ingenieur in einem Unternehmen für Haushaltstechnik; seit 2007 im Ruhestand
 
Carola Stabe
geb.: 1955
Beruf: Diplompädagogin, Tätigkeit am Ende der 80er Jahre: Lehrerin, gegenwärtige Tätigkeit: Produzentin, Gründungsmitglied von ARGUS und erste Vorsitzende
 
 
Mitwirkende Schüler
 
Johannes Brau (Wasser)- Miou Chatterjee (Stadterhalt) – Floris Dahlgrün (Verkehr) – Lea Geiger (Dokumentation) - Merlin Leh (Layout) – Michaela Lübbe (ARGUS) – Samuel Neubert – Ragnar Rückartt (Stadterhalt) - Gregor Schneider (Layout) –Tammo Walter (Layout, Internetauftritt) – Vito Walter (Layout) – Bastian Wollowski (Abfall) – Theresia Ziegs (Luft)
 
Projektverantwortung:
Catrin Eich – Sibylla Hesse – Dr. Elvira Schmidt
 
Die Projektgruppe dankt:
Bernd Bachmann – Claudia Bathke - Katrin Bednarczyk – Waldtraut Börner – Simone Sonntag
sowie unserem Förderer, der Brandenburgischen Landeszentrale für Politische Bildung.
 
Unser Internetauftritt: http://umwelt-ddr.argus-potsdam.de
 
 
Die Eröffnung der Ausstellung fand am 14. 11. 2008 statt und war ein großer Erfolg
 
 
Am 10. Juli 2009 erhielt unser Projekt von Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee den zweiten Preis des Jugendgeschichtswettbewerbs "Jugendforum '09" in der Kategorie "Die DDR und ihre Geschichte bis 1989". 
 
 
Links
 
Waldorfschule Potsdam: http://www.waldorfschule-potsdam.de
Projektwerkstatt „Lindenstr. 54“ (ehemalige Stasi-Untersuchungshaftanstalt) in Potsdam: 
ARGUS: http://www.argus-potsdam.de
Literatur zum Thema:
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